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Ratgeber Kinderhaut

Neurodermitis: Zwei Winter lang zog ich meinem Sohn nachts Socken über die Hände, damit er sich nicht blutig kratzt. Jetzt liegen sie in der Schublade.

Warum dein Kind meist nach Mitternacht am schlimmsten kratzt, obwohl du abends alles richtig machst. Und welches Abend-Ritual aus fünf Schritten unsere Nächte endlich ruhig gemacht hat.

Zerwühltes weißes Kinderlaken bei Nacht, darauf eine abgestreifte Kindersocke und kleine dunkelrote Punkte, im Hintergrund eine Nachttischlampe
Das Laken nach einer dieser Nächte.

Es ist 2:40 Uhr. Aus dem Kinderbett kommt ein Schaben: Fingernägel auf Haut. Mein Sohn, damals zwei, kratzt sich mit geschlossenen Augen die abends eingecremten Kniekehlen auf. Auf dem Laken sind wieder kleine rote Punkte.

Als Baby habe ich ihn gepuckt, jetzt lässt er sich nicht mehr einwickeln. Ab dieser Nacht bekommt er Socken über die Hände. Trotzdem fürchte ich jeden Morgen den Blick aufs Laken.

Wenn du das hier liest, kennst du solche Nächte. Du cremst abends ein und hoffst. Du wachst um eins auf, um zwei und um vier. Dein Kind weint und kratzt und ist dabei gar nicht richtig wach. Morgens bist du müder als am Abend davor. Ob dein Kind zwei ist oder zwölf: Es kratzt sich im Schlaf, und du kannst nichts dagegen tun.

Weiße Kindersocken hängen nachts am Gitter eines Kinderbetts, daneben brennt eine Nachttischlampe
Jeden Abend hingen sie am Gitter bereit.

Du bist damit nicht allein. Laut Robert Koch-Institut hat etwa jedes 14. Kind in Deutschland Neurodermitis. In Bewertungen und Elternforen lese ich jede Woche Sätze wie diesen:

„Der Juckreiz war bei ihr enorm so das sie nicht länger als 2 Stunden am Stück schlief nachts.“

Aus einer Elternbewertung auf Amazon, Tochter 1,7 Jahre

Unter einem YouTube-Video zu Neurodermitis schreibt jemand: „Vorher sass ich so manche Nacht mit einem weinenden Kind auf dem Schoss, das sich unentwegt kratzte“. So saß ich auch da. Heute schläft mein Sohn fast jede Nacht durch, und ich auch. Was sich geändert hat, steht hier, Schritt für Schritt.

Creme Nummer elf. Und sechs Besuche beim Kinderarzt in einem Winter.

Ich bin Redakteurin. Dinge herauszufinden ist mein Beruf. Trotzdem habe ich seit seinem ersten Winter gemacht, was fast alle Eltern machen. Ich habe Cremes aus der Apotheke und aus dem Bioladen gekauft, dazu die Salbe, die die Nachbarin empfohlen hat, und das Mandelöl von der Hebamme. Bei Creme Nummer elf habe ich aufgehört, neue zu kaufen.

Andere Eltern kaufen weiter. Eine Mutter schreibt in einer Bewertung: „Die Lotion ist Nummer 16 die ich an der Haut meines Kindes versuche“. Wie sich so eine Haut anfühlt, beschreibt die Mutter eines Siebenjährigen auf medizin-forum.de: „…fühlt sich die Haut an, als würde man über Sandpapier streichen.“

Beim Kinderarzt waren wir im zweiten Winter sechsmal. Er war geduldig und nahm sich Zeit. Jedes Mal hörte ich dasselbe: gut eincremen, im Schub Kortison. Auf urbia.de schreibt eine Mutter fast wörtlich, was auch wir zu hören bekamen: „Jedes mal bekommen wir das gleiche gesagt und nur creme Empfehlungen und bisher hat nichts davon geholfen.“

Und jeden Oktober, wenn die Heizung wieder anging, wurden die Nächte noch schlimmer.

Kortison hilft. Nur eben nicht lange.

Ich will hier nichts gegen Kortison sagen. Im akuten Schub ist es oft genau das Richtige, und wann es nötig ist, entscheidet der Kinderarzt. Bei uns hat es immer geholfen, aber nur für ein paar Tage. Dann kam das Jucken zurück.

Das kennen viele: „Cortison Creme bei Bedarf hat natürlich nur kurz geholfen.“ (Mutter eines 6 Monate alten Sohnes, urbia.de)

Ich wollte nicht jede Woche zur Tube greifen. Ich wollte etwas für die Zeit dazwischen, vor allem für die Nacht.

Irgendwann stand ich um drei Uhr nachts im Bad, die Creme in der Hand, und dachte: Mache ich etwas falsch? Creme ich zu viel? Zu wenig? Das Falsche?

Heute weiß ich: Nein. Ich habe nichts falsch gemacht, und du machst auch nichts falsch. Die Nacht selbst arbeitet gegen die Haut deines Kindes. Als ich verstanden hatte, warum, hatte ich endlich einen Plan.

Warum Neurodermitis nachts am schlimmsten juckt

Du kennst das von deinem Kind: Tagsüber geht es, abends im Bett fängt das Kratzen an. Dafür gibt es drei Gründe, und alle drei treffen sich in der Nacht.

Eine Nacht mit Neurodermitis

Was zwischen 20 Uhr und 7 Uhr mit der Haut passiert

Wärmefalle 2:40 Uhr 20 Uhr0 Uhr4 Uhr7 Uhr
1. Die Haut wird warm. Unter der Bettdecke steigt die Temperatur der Haut. Wärme macht Juckreiz stärker.
2. Das eigene Kortison ist im Tief. Nachts bildet der Körper am wenigsten von seinem eigenen Kortison. Dieses Kortison bremst tagsüber Entzündungen.
3. Die Haut trocknet aus. Nachts verliert sie mehr Wasser. Die Heizungsluft macht es noch schlimmer.
Das Jucken. Treffen alle drei zusammen, juckt es am stärksten. Bei uns war das fast immer gegen 2:40 Uhr.

Schematische Darstellung, keine Messwerte.

Ich nenne das die Wärmefalle. Den ersten Grund kannst du heute Abend selbst prüfen: Wenn du vor dem Schlafengehen noch einmal nach deinem Kind schaust, leg ganz leicht den Handrücken an seine Kniekehle. Du spürst, wie warm es dort ist, genau da, wo es später juckt.

Gegen das Austrocknen hilft Pflege, und die bleibt wichtig. Gegen die Wärme kommt keine Creme an. Was dagegen hilft, habe ich erst gemerkt, als ich alle Hausmittel durchprobiert hatte.

7 Hausmittel gegen Juckreiz in der Nacht: Was hilft und was nicht

Statt noch eine Creme zu kaufen, habe ich ausprobiert, was man zu Hause hat. Hier ist meine Liste aus diesen Wintern:

  1. 1. Socken oder BaumwollhandschuheNotlösung

    Sie schützen die Haut vor den Fingernägeln. Gegen das Jucken tun sie nichts. Das Kind kratzt weiter, nur mit Stoff dazwischen, und wacht doch auf.

  2. 2. MandelölBei uns nicht

    Mandelöl wird oft empfohlen, auch von Hebammen. Bei uns wurde die Haut davon eher schlechter. Eine Mutter schreibt dazu: „es wurde immer schlimmer und schlimmer“.

  3. 3. Umschläge mit SchwarzteeTagsüber gut

    Die Gerbstoffe im Tee beruhigen nässende Stellen. Ein Umschlag braucht aber eine Viertelstunde Stillhalten. Das klappt bei uns nur tagsüber auf dem Sofa.

  4. 4. Kurz und lauwarm badenHilft

    Bade dein Kind nur 5 bis 10 Minuten und nicht heiß. Heißes Wasser trocknet die Haut aus.

  5. 5. Kühles Kinderzimmer, BaumwolleHilft

    Stell das Kinderzimmer auf 18 Grad, zieh deinem Kind einen Schlafanzug aus Baumwolle an und nimm keine zu dicke Bettdecke. Wolle gehört nicht auf die Haut. Das kostet nichts und nimmt der Wärmefalle etwas Kraft.

  6. 6. Kurze FingernägelHilft

    Kurze Nägel ändern nichts am Jucken, aber am Schaden. Kürz sie zweimal pro Woche und feil sie rund.

  7. 7. KühlenHilft sofort

    Kühlen ist eines der ältesten Mittel gegen Juckreiz. Ein Kältereiz dämpft das Jucken in Sekunden. Das Problem ist die Form: Ein kalter, nasser Waschlappen um drei Uhr nachts tropft, ist nach zwei Minuten warm und weckt dein Kind endgültig auf.

Kälte hilft also. Ich brauchte sie nur in einer Form, die nachts nicht tropft und nicht weckt.

Kühlen ohne Tuch: das Wasser aus dem Thaddäusstollen

Mein erster Versuch war eine Sprühflasche mit Leitungswasser aus dem Kühlschrank. Das Kühlen half, aber eine halbe Stunde später spannte die Haut wie vorher, und am nächsten Abend war alles wie immer. Leitungswasser kühlt, mehr kann es nicht. Ich wollte ein Wasser, das kühlt und die Haut dabei in Ruhe lässt.

Bei der Suche las ich von einer Untersuchung aus dem Kurort Comano in Norditalien, veröffentlicht 2011. Ärzte haben dort 104 Kinder mit Neurodermitis verglichen. Ein Teil badete zwei Wochen lang in Thermalwasser, die anderen bekamen Kortison-Creme. In diesen zwei Wochen besserte das Kortison die Haut stärker. Aber die Kinder mit den Thermalwasser-Bädern hatten in den vier Monaten danach weniger und kürzere Rückfälle.

Kortison bleibt für den Schub. Mir ging es um die Zeit dazwischen, und ich wollte wissen, ob es so etwas auch für zu Hause gibt, ohne Kur.

So fand ich eine Quelle in der Steiermark. Im Tal Walchen bei Öblarn haben Bergleute vor fast 300 Jahren einen Stollen in den Berg geschlagen, den Thaddäusstollen. Seit 1958 wird dort nichts mehr abgebaut, heute ist er ein Besucherbergwerk. Das Wasser fließt noch immer heraus.

Ein alter, gemauerter Stolleneingang im Wald, aus dem Wasser über Steine fließt
Symbolbild: ein alter Stolleneingang im Wald.

Ich war skeptisch. Heilwasser klang für mich nach Kurprospekt. In einer Bewertung im Shop des Quellbetreibers las ich: „Obwohl ich eher misstrauisch bin, was Heilwasser etc. angeht, war mir der neueste Neurodermitis Schub meiner Tochter einen Versuch wert.“ So ging es mir auch. Ein Thermalwasser-Spray aus der Drogerie kaufen die meisten als Erfrischung. Dieses Wasser hat eine Herkunft, die man nachprüfen kann:

Warum nicht einfach Leitungswasser?

Dann kam eine Zahl, die mich als Mutter mehr interessiert hat als jede Jahreszahl: der pH-Wert. Er zeigt, wie sauer etwas ist. Je kleiner die Zahl, desto saurer.

Gesunde Haut ist leicht sauer, etwa pH 5. An den entzündeten Stellen liegt Haut mit Neurodermitis eher bei 6, sie ist dort nicht sauer genug. Dann ist ihr Säureschutzmantel schwächer, und sie verliert mehr Wasser, wie nachts in der Wärmefalle.

Leitungswasser hat meist einen pH um 8. Forscher, die bei 330 Menschen den pH-Wert der Haut gemessen haben, schreiben, dass die Haut nach dem Waschen mit Leitungswasser bis zu sechs Stunden weniger sauer bleibt. Leitungswasser nimmt ihr also Säure weg. Ganz ohne Leitungswasser geht es nicht, Baden und Waschen gehören dazu. Wichtig ist, was direkt danach auf die Haut kommt.

Das Wasser aus dem Stollen ist von Natur aus sauer, mit einem pH-Wert um 3. Es nimmt der Haut keine Säure weg. Genau so ein Wasser hatte ich gesucht.

Gebrannt hat es bei uns trotzdem nie.

Wie das Wasser in unser Kinderzimmer kam

Bei der Recherche stieß ich auf eine kleine Marke namens Taddea, die gerade eine Abend-Pflege aus diesem Wasser vorbereitete: die Ruhige-Nächte-Routine. Der Name Taddea kommt vom Thaddäusstollen. Die Routine ist für Kinderhaut gedacht, und die ganze Familie kann sie nutzen. Taddea hat sie mir vor dem Verkaufsstart geschickt, und wir haben sie ab Mitte September sechs Wochen lang zu Hause getestet, als die Nächte schon wieder unruhig wurden. Sie besteht aus drei Teilen, und jeder hat eine eigene Aufgabe:

  • Quellspray gegen die Wärme: das Wasser aus der Quelle als feiner, kühler Nebel aus einem Sprühflakon. Der Nebel kühlt beim Verdunsten, auch ohne Kühlschrank. Das Spray enthält keinen Duft, kein Fett und kein Kortison.
  • Pflegelotion gegen das Austrocknen: Sie hält das Wasser in der Haut, das sonst nachts verloren geht. Sie zieht schnell ein und hinterlässt keinen Film.
  • Akutcreme für entzündete und aufgekratzte Stellen: Sie kommt nur dorthin. Auch sie enthält Wasser aus derselben Quelle.

Ich weiß, was du jetzt denkst: wieder Cremes. Das dachte ich auch. Aber die elf davor haben alle dasselbe gemacht: Sie haben gepflegt. Gegen die Wärme hatte ich nichts.

Gegen den zweiten Grund, das nächtliche Tief beim eigenen Kortison, kann keine Pflege etwas tun. Aber wenn Wärme und Trockenheit wegfallen, fehlen dem Jucken zwei von drei Gründen.

Beim ersten Sprühen merkte ich den Unterschied zum Leitungswasser aus dem Kühlschrank: Die Haut spannte danach nicht. Und wie beim Waschlappen kühlt es sofort, nur ohne Tuch und ohne Tropfen. Mein Sohn hat dem Spray schnell einen Namen gegeben: „Schneeregen“.

Das Abend-Ritual in 5 Schritten

Die Schritte 1 bis 3 machen wir jeden Abend, Schritt 4 nur bei offenen Stellen. Ohne das Baden dauert das etwa drei Minuten. Schritt 5 brauchst du nur, wenn dein Kind nachts aufwacht.

  1. 19:30 Uhr

    Kurz und lauwarm baden

    Bade dein Kind 5 bis 10 Minuten lauwarm oder wasch es nur. Tupf die Haut danach ab, statt zu rubbeln.

  2. 19:40 Uhr

    Schneeregen: Kühlen mit dem Quellspray

    Sprüh aus etwa 20 Zentimetern Abstand auf alle Stellen, die jucken: Kniekehlen, Ellenbeugen, Hals. Das Gesicht und die Augen lässt du aus. Zwei bis drei Sprühstöße pro Stelle reichen. Lass es eine Minute einwirken und trockne nicht ab. Das ist der Schritt gegen die Wärme.

    Eine Hand hält einen Sprühflakon über den Arm eines Kleinkindes, die andere stützt den Arm
  3. 19:41 Uhr

    Pflegelotion auf die ganze Haut

    Trag die Lotion dünn auf. Das Spray kühlt, die Lotion hält danach das Wasser in der Haut. Sie zieht schnell ein, und du kannst deinem Kind gleich den Schlafanzug anziehen.

  4. 19:43 Uhr

    Akutcreme nur auf aufgekratzte Stellen

    Ein dünner Film genügt. Bei uns kam sie nur auf die Kniekehlen.

  5. 2:40 Uhr

    Das Spray steht auf dem Nachttisch

    Um diese Zeit war die Wärmefalle bei uns am stärksten. Wenn dein Kind kratzend aufwacht, lass das Deckenlicht aus und mach nur das Nachtlicht an. Sprüh zweimal auf die Stelle, leg die Hand darauf und bleib leise. Creme dein Kind nachts nicht ein, das macht es nur wach. Die Lotion bleibt für den Abend. Nach dem Schneeregen schläft mein Sohn meist in wenigen Minuten wieder ein.

    Quellspray und Pflegelotion auf einem Nachttisch neben einer Lampe

Das Wichtigste für mich: Es brennt nicht. Die Mutter, die anfangs so misstrauisch war, schreibt weiter:

„Und sie jammert nicht, wie bei sonstigen Cremes und Lotionen, dass es brennt.“

Mutter einer Tochter mit Neurodermitis, Bewertung zum Heilwasserspray des Quellbetreibers, April 2018

Was bei uns passiert ist

Über Nacht ging es nicht. Das Kühlen hat sofort geholfen, die Haut selbst hat Wochen gebraucht.

Nacht 1

Um 2:40 Uhr kratzt mein Sohn wieder. Ich creme nicht, ich sprühe. Er zuckt kurz, weil es kalt ist, dann dreht er sich weg und schläft weiter. Ich sitze noch eine halbe Stunde da und warte, ob er wieder anfängt.

Abend 2

Er hält mir von selbst den Arm hin: „Schneeregen!“

Nacht 3

Zum ersten Mal seit fast zwei Jahren lasse ich die Socken weg. Am Morgen schaue ich als Erstes aufs Laken. Es ist weiß.

Woche 2

Ein paar Tage lang wird die Haut schlechter. Das steht so in der Anleitung, also mache ich weiter. Die Socken bleiben in der Schublade. Die Akutcreme kommt nur auf die Kniekehlen. Am Ende der Woche sind sie nicht mehr offen.

Woche 6

Er schläft endlich fast jede Nacht durch. Und ich schlafe zum ersten Mal seit seinem ersten Winter auch wieder durch. Morgens bin ich nicht mehr müder als am Abend davor. Seit er jeden Abend die Lotion bekommt, fühlt sich die Haut an seinen Armen wieder weich an.

Die Mutter, die Lotion Nummer 16 probiert hat, schreibt dazu: „Der Schlaf hat sich verbessert, das"jammern" wurde weniger.“

Diesen Oktober ging die Heizung wieder an. Die Nächte sind ruhig geblieben. Zur Kortison-Tube greifen wir seit der Routine seltener.

Eine halb geöffnete Kommodenschublade im Morgenlicht, darin gefaltete Kinderschlafanzüge und ein Paar zusammengerollte weiße Socken
Die Socken haben wir seit Nacht 3 nicht mehr gebraucht.

Andere Eltern über die Pflege mit dem Wasser aus Öblarn

Du musst mir das nicht einfach so glauben. Taddea startet gerade erst, eigene Bewertungen gibt es noch nicht. Das Wasser kennen Eltern aber seit Jahren. Hier sind Bewertungen anderer Eltern aus dem Shop des Quellbetreibers, der schon lange eigene Produkte mit diesem Wasser verkauft. Ich habe sie wörtlich übernommen, Rechtschreibung inklusive. Die meisten schreiben über kleine Kinder. Bei Schulkindern juckt es nachts aus denselben Gründen.

Unser Junior hat Neurodermitis und das ist das einzige Mittel weches ihm den Sommer erträglich macht.Heilwasserspray, Juni 2016
Vorher fühlte die Haut sich wie Schmirgelpapier an, jetzt ist sie zarter und meinem Kind geht es besser.Mutter eines Säuglings, Pflegelotion, Juni 2016. Dieselbe Mutter wie bei Lotion Nummer 16 weiter oben.
…nach nur ca. 14tägiger Anwendung des kompletten Programms ist unser Süßer fast Beschwerdefrei - und hat jetzt wirklich Babysanfte HautMutter eines Sohnes (2 1/2), Heilwasserspray und weitere Produkte, Januar 2013
…meine kleine Tochter (3 Monate) hatte Neurodemitis am Hals und Oberarme! Dank der Creme ist dieses binnen 3 Tage komplett verschwunden!Akutcreme, November 2021
…nach zwei Tuben der Akutcreme war seine Haut wieder babyweich und blieb vier Jahre so!Akutcreme, August 2020

Bewertungen im Shop des Quellbetreibers, 2013 bis 2021.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter kann ich die Routine verwenden?

Laut Hersteller der Quelle ist sie schon für Babyhaut ab den ersten Lebenswochen geeignet. Für Kindergarten- und Schulkinder gilt dieselbe Routine. Probier sie wie alles Neue erst an einer kleinen Stelle aus.

Ist das nicht einfach nur Wasser?

Nein. Kühlen tut jedes Wasser, das habe ich mit Leitungswasser selbst probiert. Den Unterschied macht der pH-Wert: um 3 statt um 8. Leitungswasser nimmt der Haut Säure weg, das Quellwasser nicht. Dazu kommen über 4 Gramm Mineralstoffe pro Liter. Leitungswasser hat meist weniger als ein Gramm.

Brennt das Spray auf offenen Stellen?

Bei uns hat es nie gebrannt. Im Spray ist kein Alkohol und kein Duft.

Darf ich weiter Kortison verwenden?

Ja. Die Routine ersetzt keine Behandlung beim Kinderarzt. Seit wir das Abend-Ritual machen, greifen wir seltener zur Tube. Wann Kortison nötig ist, entscheidet weiter der Kinderarzt.

Wie schnell merke ich etwas?

Das Kühlen spürt dein Kind sofort. Für die Haut solltest du zwei bis sechs Wochen einplanen. In den ersten zwei Wochen kann es zwischendurch kurz schlechter werden.

Warum sieht das Wasser leicht bräunlich aus?

Das ist das natürliche Eisen aus dem Berg. Spül Spritzer auf heller Wäsche einfach gleich aus.

Was kostet das?

Die Routine gibt es in drei Stufen: Erste Ruhe (4 Wochen, 59,90 € plus 4,95 € Versand), Ruhige Nächte (8 Wochen, 99,90 €, meine Empfehlung) und Ganze Saison (12 Wochen, 139,90 €). Ab 8 Wochen ist der Versand frei. Bei 8 Wochen ist ein Duschbalsam gratis dabei, bei 12 Wochen dazu eine Handcreme. Die 12 Wochen sind für alle, die den ganzen Winter abdecken wollen. Ein Abo gibt es nicht.

Und wenn es bei meinem Kind nicht hilft?

Dann meldest du dich innerhalb von 90 Tagen und bekommst den Kaufpreis zurück, auch bei geöffneter Packung. Die 90 Tage gelten ab Erhalt und sind länger als die 8 Wochen der Routine. Du hast also genug Zeit, sie auszuprobieren, bevor du entscheidest.

Was ich dir für heute Abend mitgeben will

Fang heute Abend mit dem an, was nichts kostet: ein kühles Kinderzimmer, ein kurzes, lauwarmes Bad und kurze Nägel. Auch das hilft ein Stück, das habe ich über die Jahre gelernt.

Wenn dein Kind dann noch nachts kratzt, probier, was bei uns die Nächte ruhig gemacht hat: abends drei Minuten Spray und Lotion, nachts zwei Sprühstöße.

Ich kann dir nicht versprechen, dass es bei deinem Kind genauso hilft. Darum gibt Taddea dir 90 Tage Zeit. Hilft es nicht, bekommst du dein Geld zurück.

Aber stell dir den ersten Morgen vor, an dem du als Erstes aufs Laken schaust. Und es ist weiß.

P.S. Bei uns wurden die Nächte jedes Jahr schlimmer, sobald die Heizung anging. Dieses Jahr sind sie bisher ruhig geblieben. Wenn du jetzt anfängst, hast du die zwei holprigen Wochen hinter dir, bevor der Winter richtig losgeht. Zur 8-Wochen-Routine bei Taddea.

Julia Brenner
Julia BrennerRedakteurin für Familie und Gesundheit. Ihr Sohn hat Neurodermitis, seit er vier Monate alt ist. Sie probiert alles, worüber sie schreibt, zuerst zu Hause aus.
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